Nachtrag: Bericht zum Spiel in Wolfsburg


Durch eine kleine technische Störung in unserem Blog nun leider erst heute der Bericht zum Spiel in Wolfsburg. 


Ohne große Erwartungen fanden sich am Sonntag ca. 30 FFC-Fans im Wolfsburger AOK-Stadion ein. Eine größere Gruppe war mit dem traditionellen Fanbus aus Frankfurt angereist, andere verbrachten bereits die Nacht in der Nähe, nachdem man den Samstag zum ausgiebigen Shopping im bekannten Outlet-Center genutzt hatte.

 

Nachdem wir zuletzt beim Champions League Spiel noch die Plätze hinterm Tor zugewiesen bekommen hatten, so durften wir nun in eigenen Block auf der Gegentribüne, direkt neben den sogenannten „Holliwölfen“, den Fans des VFL. Bevor wir jedoch unsere Banner aufhängen konnten, wurden diese erstmal ausgiebig von der zahlreich vorhandenen Security kontrolliert – natürlich ohne Beanstandungen.

Die Zeit bis zum Anstoß verging wie im Flug. Wir nutzten sie dennoch, um über die Chancen und Möglichkeiten unserer von Krankheiten und Verletzungen geplagten Mannschaft zu diskutieren. Bei der Bekanntgabe der Aufstellung freuten wir uns besonders über das Startelfdebüt von Tanja Pawollek, die schließlich ein sehr gutes Spiel ablieferte.

 

In der ersten Halbzeit gab es vereinzelt Torchancen auf beiden Seiten, etwas richtig zwingendes war jedoch kaum dabei. Wir feuerten das Team so laut an, wie selten zuvor bei Auswärtsspielen, was auch bei verschiedenen Wolfsburgern nicht unbemerkt blieb. Immer wieder lieferten wir uns einen kleinen Wettstreit mit deren Fans – die Gesänge galten jeweils dem anderen Fanlager. Auch auf dem Platz schien dies unbemerkt, die Mannschaft kämpfte, um das 0:0 zur Pause zu halten. Es keimte Hoffnung auf, dass wir vielleicht doch zumindest einen Punkt aus Wolfsburg entführen könnten.

 

Die zweite Halbzeit sollte nochmal richtig spannend werden. So kam es, dass die Schiedsrichterin nach einem Foul von Peggy auf den Elfmeterpunkt zeigte. Unsere ehemalige Spielerin Babett Peter legte sich den Ball zurecht. Von uns wollte der ein oder andere gar nicht richtig hingucken und merkte daher erst nach einem überraschenden Aufschrei, dass der Ball nicht ins Tor, sondern glücklicherweise knapp daneben ging. Wir mussten noch einige bange Minuten bis zum erlösenden Schlusspfiff aushalten. Die „Wölfinnen“ legten noch einmal einen Schlussspurt hin. Doch dann kam der erhoffte Moment, das Spiel war zu Ende.

 

Fans und Mannschaft feierte den überraschenden Erfolg zusammen; selten hat man sich so über ein unentschieden gefreut, welches sich schließlich wie ein Sieg anfühlte. Jede Spielerin wurde anschließend gebührend gefeiert, denn ohne die starke jedes einzelnen wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

 

 

Nun gilt es das kräftezehrende Spiel gut zu verarbeiten, um bereits am Samstag das nächste Spiel erfolgreich zu bestreiten. Wir erwarten die Elf aus Leverkusen zum Heimspiel am Brentanobad und hoffen auf zahlreiche Unterstützung.